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TAG DER OFFENEN TÜREN

 

 


 

 

 

 

 

 

Highlights im Stundentakt!

Noch dreimal schlafen, dann ist es soweit: Das grosse Jubiläumsfest «30 Jahre schlachtfrei» steht vor der Tür!

FREITAG

Am Freitagnachmittag, 16. September ab 17 Uhr geht’s im Schlachthof Biel los: Mit Crêpes und Köstlichkeiten aus der Feuerküche der Waldmeisterin – zum Anstossen lädt unter anderen der Schlachthofkeller Cave des Gourmets mit auserlesenen Tropfen.

Um 18.30 Uhr gibt es eine Besichtigungstour hinter die Kulissen des denkmalgeschützten Schlachthofs, und im Raum Nr. 1 erwartet die Besucher:innen eine kürzlich aufgetauchte Trouvaille: Der Dokfilm «Schlacht um das Schlachthaus» über den Schlachtbetrieb anno 1990 – ein einmaliges Zeitdokument! Dazu viele weitere Bilder und Infos über den Schlachthof gestern, heute und morgen...

Um 19 Uhr gibt es dann das erste Konzert mit Parentz Bnc – der Schlachthof Band, die ihre Beats vor Ort produziert.

Um 20 Uhr verzaubert der Circus Donkey Productions das Areal mit atemberaubender Akrobatik – und um 21 Uhr folgt der nächste Höhepunkt – der Gig von Studeyeah. Studeyeah und seine Band haben bereits vor vier Jahren dazu beigetragen, dass wir überhaupt feiern können: Damals komponierte Studeyeah den Song «Westast so nicht!» , der im Sommer 2018 anlässlich der Tavolata auf der Strasse vor dem Schlachthofareal seine Premiere feierte. Vier Jahre später ist die Autobahnschneise endgültig vom Tisch und der Schlachthof gerettet...(hier mehr dazu)

Den Ausklang am Freitagabend bestreiten DJ Latraphouse, die ihr Studio auf dem Schlachthofareal, gleich neben Raum 1 haben...

 

SAMSTAG

Am Samstag, 17. September geht's dann schon am frühen Nachmittag weiter:

Die Kochteams von Friendly Kitchen bereiten ab 13 Uhr köstliche Speisen aus aller Welt gleich vor Ort zu – alle sind eingeladen zum Mitkochen und ab 17 Uhr zum Mitessen!

Der Nachmittag gehört zudem den Kindern mit zahlreichen Attraktionen wie Riesenseifenblasen, Märchen, Schminkecke...

Wer sich eher für Schlacht- und Schlachthofgeschichten interessiert, ist im Raum Nr. 1 an der richtigen Adresse. Dort können sich auch alle informieren und eintragen, die Teil der Transformation des Areals vom heutigen Lager- und Parkplatz zum Kulturzentrum sein möchten. Ideen und Projekte sind willkommen! Jetzt, wo der Schlachthof unter Denkmalschutz steht, gilt es ernst!

Weitere Infos dann am um 18 Uhr auf einer weiteren Tour guidé du Schlachthof.

Am Abend folgen dann wieder musikalische Höhepunkte:

19 Uhr das Konzert des Duos Wasser 20.30 Uhr «Roy and the Devil's Motorcycle» – ein Leckerbissen, überraschend inszeniert und präsentiert...

21.30 noch einmal Parentz Bnc

22.00 Ausklang mit Jo & DJ Erno, den beiden Schlachthof Rappern...    

 

   

Die Vorbereitungen fürs grosse Jubiläumsfest sind in vollem Gang!

Zwar ist davon auf dem Schlachthof eine Woche vor dem Fest noch wenig zu spüren. Wer aber einen Blick in den ehemaligen Schweinestall wirft, trifft auf emsiges Treiben: Schlachthofkünstler Chrigel Ryter, der in seinem Atelier üblicherweise grossformatige Skulpturen bearbeitet, sägt in diesen Tagen Holzrugel um Holzrugel und drückt jedem einzelnen einen farbigen Stempel auf.

 Vorbereitungen fürs grosse Jubiläumsfest 

Wer in den Wochen vor dem grossen Jubiläumsfest vom 16./17. September 2022 auf dem ehemaligen Schlachthof einen Blick in den ehemaligen Schweinestall warf, traf auf emsiges Treiben: Schlachthofkünstler Chrigel Ryter, der in seinem Atelier üblicherweise grossformatige Skulpturen bearbeitet, sägte Holzrugel um Holzrugel und drückte jedem einzelnen einen farbigen Stempel auf.

 

 

Auf dem Schlachthof gibt es keine Stangenware! – Jeder Muni-Badge ist ein vom Künstler von Hand gefertigtes Unikat!

Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Badges (Richtpreis CHF XX.--) finanziert die IG Schlachthof Kulturzentrum die zahlreichen Aktionen und Konzerte am Jubiläumsfest. Gratis Unterhaltung, statt einem Eintrittsticket ein echtes Ryter-Kunstwerk als bleibendes Andenken – ist das kein Deal?

Und wer das Holzschmuckstück auch nach dem Fest weiterhin an seinem Revers oder Rucksack ansteckt, wirbt gleichzeitig für eine lebendige Zukunft auf dem denkmalgeschützten Schlachthofareal! 

 

 

 


 

  

FRIENDLY KITCHEN IM SCHLACHTHOFAREAL

Der Jubiläumsanlass naht: Am Wochenende vom 16./17. September 2022 feiern wir 30 JAHRE SCHLACHTFREI! Nebst viel Musik, Überraschungen und Geschichten darf natürlich auch der Gaumen nicht zu kurz kommen. Ein Höhepunkt ist das grosse Kulinarikfest, das am Samstag, 16. September, ab 13 Uhr angesagt ist: Die Köchinnen und Köchen von FRIENDLY KITCHEN bereiten auf dem Areal Köstlichkeiten aus aller Welt zu und verzaubern den einstigen Schlachthof einen Tag lang in ein vegetarisches Schlaraffenland! Gemeinsam mit dem Team von Friendly Kitchen organisiert die IG Schlachthof-Kulturzentrum diesen Koch-Event der besonderen Art: Menschen aus aller Welt bereiten am Nachmittag ab 13 Uhr, unterteilt in verschiedene Teams, ihre Lieblingsmenüs und Spezialitäten von rund um den Globus zu. Beim gemeinsamen Schnippeln, Kochen und Essen lernt man sich kennen und tauscht sich aus. Ab 17 Uhr sind dann alle Köchinnen und Köche sowie die übrigen Festbesucher:innen zum Essen eingeladen. – Das Beste an diesem Event: Alle sind eingeladen mitzumachen! Wer Lust hat, mit Freund:innen mitzukochen, ist herzlich eingeladen... Kochherde, Pfannen, Geschirr sowie die biologischen Zutaten für die vegetarischen Gerichte werden von den Organisierenden zur Verfügung gestellt. hier auf deutsch and here in english.      


 

 

  

GESCHICHTEN VOM SCHLACHTHOF

Vor 30 Jahren, als der Schlachthof noch in Betrieb war, trennten dicke Mauern und Zäune das Geschehen auf dem Areal vom Stadtleben rundherum. Zugang hatten nur wenige Berechtigte – der Schlachthof war eine Insel mitten in der Stadt...

Heute ist vieles anders: Die Tore des Areals stehen offen und laden dazu ein, dieses zentral gelegene Stück Stadt neu zu entdecken. Mit seiner Geschichte und den Geschichten der Menschen, die hier gewirkt, gehandelt, geschlachtet, gearbeitet und gewohnt haben – oder dies immer noch tun...

Da ist etwa die Geschichte vom passionierten Schlachthofmetzger, der bis heute seinem einstigen Traumjob nachtrauert. Oder die lebhaften Erinnerungen des letzten Bieler Schlachthofverwalters aus der Zeit, als er als junger Tierarzt die Leitung des Schlachthofs übernahm. Für die Bieler Metzgermeister brachte das Ende des Schlachtbetriebs einschneidende Veränderungen, genauso für die Bäuerinnen und Bauern... Das Schlachthofareal veränderte sich, der älteste Schlachthofbewohner – der eiserne Munikopf – verschwand eines Tages unter misteriösen Umständen, während auf dem Areal neues Gewerbe Einzug hielt...

Tausende von Schlachthof-Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden.

Diesen Sommer laden wir deshalb zum Ortsgespräche auf den Schlachthof: Gabriela Neuhaus, die Historikerin im Team der IG Schlachthof Kulturzentrum, hat eine Reihe von Gästen in die ehemalige Schlachthofkantine – dem Raum No1 – eingeladen, die allen Interessierten aus dem Fundus ihrer Schlachthof-Geschichten erzählen...

Den Auftakt machte am Mittwoch, 27. April um 17 Uhr Ueli Schärrer: Genau 50 Jahre sind es her, dass er – im Frühling 1972 – während einiger Wochen als Hilfskraft auf dem Schlachthof jobbte. Zu seinen Aufgaben gehörten etwa das Abladen von Tieren, die mit Lastwagen und auf Eisenbahnwagen angeliefert wurden, sowie Hilfsarbeiten in der Schlachthalle und bei der Freibank. Ein schwieriger Job – mit langen Arbeitstagen in einer blutigen Umgebung, wo es oft bestialisch gestunken habe: «Es gab zwei Schichten. Manche Bauern kamen schon um drei Uhr in der Früh – um 7 Uhr haben wir das Tor geöffnet und die Tiere reingelassen – und am andern Ende der Schlachtbahn kamen sie verwurstet wieder raus.»

Am liebsten arbeitete Ueli Schärrer in der Freibank-Metzgerei, wo Fleisch aus Notschlachtungen, das nicht für den freien Verkauf zugelassen, aber trotzdem noch essbar war, zu günstigen Preisen verkauft wurde. Dort habe auch seine Mutter regelmässig eingekauft, erinnert sich Ueli Schärrer: «Für viele arme Leute war es das Fleisch von der Freibank das einzige Fleisch, das sie sich leisten konnten.»

 


 

  

ERSTE AUSSTELLUNG IM RAUM 1

 


 

  

EINE HEISSE SPUR

Irgendwann ist er verschwunden. Niemand konnte genau sagen, wann und wie. Eines Tages sei er einfach nicht mehr da gewesen… Zurückgeblieben ist ein gewisses Bedauern über den Verlust, ein Verdacht und viele Mutmassungen – und eine Schwarzweissfotografie von Heini Stucki aus dem Jahr 1992, die uns bis heute glauben lässt, dass es ihn wirklich gegeben hat.

Anlässlich des Infotags auf dem Schlachthofareal im Mai 2021 haben wir ihn dann offiziell zur Fahndung ausgeschrieben. Mit Belohnung. Aktenzeichen Stierenkopf ungelöst. Worauf tatsächlich einige Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind – aus dem Raum Biel, aber alles Fehlanzeigen, wie sich bald herausstellte.

Wir hatten schon fast aufgegeben. Uns damit abgefunden, dass er für immer verschollen, ja möglicherweise ins Ausland verkauft worden ist, nach Indien ins Land der heiligen Kühe oder nach Spanien als Emblem einer Stierkampfarena. Oder gar eingeschmolzen, im Zuge der steigenden Metallpreise.  

Ein letzter Anlauf dann: Ende November haben wir das Fahndungsplakat noch einmal über die sozialen Medien verbreitet. Und siehe da: Erneut kamen Hinweise. Diesmal sehr konkrete aus Zürich, aus Bethlehem – wiederum nichts als Fake News.

Und dann, als wir alle Hoffnung fahren liessen, taucht plötzlich die wirklich heisse Spur auf – in Form eines Briefs:

Diese Zeilen unterscheiden sich fundamental von allen bisherigen Hinweisen. Für uns sind sie der Beweis: Er ist nicht für immer verschollen – im Gegenteil: Jetzt, wo die Chancen gut stehen, dass es für den Schlachthof wieder eine Zukunft gibt, war das Heimweh offenbar zu stark und der Untergetauchte könnte aus seinem Versteck zurückkehren!

Und noch etwas: Gutunterrichtete Quellen haben angedeutet, dass er seine Rückkehr schon sehr bald mit uns feiern will, dort, wo er früher zuhause war… Etwa als Überraschungsgast, anlässlich der Eröffnung von Raum 1?

Und siehe da: So war es! Am 18. Dezember, um 16.30 war es soweit: Der lange vermisste Stierenkopf wurde – in Anwesenheit einer bunten Gästeschar – enthüllt, seine Rückkehr freudig gefeiert. Der nächste Schritt soll dann im Früjhar 2022 stattfinden, wenn er in alter Frische wieder an seinem alten Platz zurückkehren wird...

 

 

 

 


 

  

MORD IM SCHLACHTHAUS

Wer nach alten Geschichten in und um den Bieler Schlachthof sucht, stösst im NZZ-Archiv auf eine Artikelserie über einen Mordfall aus dem Jahr 1962. Daraus lässt sich folgende Tragödie rekonstruieren:

In den frühen Morgenstunden des 4. August erschiesst der 35jährige Bieler Stadttierarzt Anton Schuler seine schlafende Ehefrau Maria aus nächster Nähe. Tatort: Seine Dienstwohnung im Verwaltungsgebäude des Schlachthofs an der Murtenstrasse 68. Nach dem Mord holt er einen Priester, der der Ermordeten die letzte Ölung verpasst, bringt ein paar Briefe auf die Post und stellt sich anschliessend der Polizei.

 

WEITERLESEN

 

 


 

 

Kurze Geschichte des Schlachthof-Kulturzentrums

 

ab 27. Oktober 2022: Ausstellung über den Schlachthof «Fleisch für Biel»

 

September 2022:  Grosses Jubiläumsfest «30 Jahre schlachtfrei!»

                              und

                              Filmuraufführung «Burger und Jacobi»

 

August 2022:  Der Schlachthof Biel wird als Ensemble unter DENKMALSCHUTZ gestellt.

Abbruch ist vom Tisch.

 

Juli 2022:  RETRO - Programm 07/22

 

Juni 2022:  RETRO Programm 06/22

 

Mai 2022:  RETRO - Programm 05/22

 

April 2022:  RETRO Programm 04/22

 

18. Dezember 2021:  Fest aus Anlass der Rückkehr des verschwundenen Schlachthofstiers und Eröffnung Espace №1 

 

30. November 2021:  Übergabe der Petition "Kulturplatz statt Parkplatz" an den Gemeinderat Biel

 

November 2021:  Unterzeichnung Mietvertrag "Raum/Espace nº 1"

 

September 2021: Unterzeichnung Mietvertrag "Parking nº 3"

 

Februar 2021: Gründung der IG Schlachthof-Kulturzentrum; Aufschaltung der Webseite www.schlachthof-kulturzentrum.ch