GESCHICHTE

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 Vorbereitungen fürs grosse Jubiläumsfest 

Wer in den Wochen vor dem grossen Jubiläumsfest vom 16./17. September 2022 auf dem ehemaligen Schlachthof einen Blick in den ehemaligen Schweinestall warf, traf auf emsiges Treiben: Schlachthofkünstler Chrigel Ryter, der in seinem Atelier üblicherweise grossformatige Skulpturen bearbeitet, sägte Holzrugel um Holzrugel und drückte jedem einzelnen einen farbigen Stempel auf.

 

 

Auf dem Schlachthof gibt es keine Stangenware! – Jeder Muni-Badge ist ein vom Künstler von Hand gefertigtes Unikat!

Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Badges (Richtpreis CHF XX.--) finanziert die IG Schlachthof Kulturzentrum die zahlreichen Aktionen und Konzerte am Jubiläumsfest. Gratis Unterhaltung, statt einem Eintrittsticket ein echtes Ryter-Kunstwerk als bleibendes Andenken – ist das kein Deal?

Und wer das Holzschmuckstück auch nach dem Fest weiterhin an seinem Revers oder Rucksack ansteckt, wirbt gleichzeitig für eine lebendige Zukunft auf dem denkmalgeschützten Schlachthofareal! 

 

 

 


 

 

  

GESCHICHTEN VOM SCHLACHTHOF

Vor 30 Jahren, als der Schlachthof noch in Betrieb war, trennten dicke Mauern und Zäune das Geschehen auf dem Areal vom Stadtleben rundherum. Zugang hatten nur wenige Berechtigte – der Schlachthof war eine Insel mitten in der Stadt...

Heute ist vieles anders: Die Tore des Areals stehen offen und laden dazu ein, dieses zentral gelegene Stück Stadt neu zu entdecken. Mit seiner Geschichte und den Geschichten der Menschen, die hier gewirkt, gehandelt, geschlachtet, gearbeitet und gewohnt haben – oder dies immer noch tun...

Da ist etwa die Geschichte vom passionierten Schlachthofmetzger, der bis heute seinem einstigen Traumjob nachtrauert. Oder die lebhaften Erinnerungen des letzten Bieler Schlachthofverwalters aus der Zeit, als er als junger Tierarzt die Leitung des Schlachthofs übernahm. Für die Bieler Metzgermeister brachte das Ende des Schlachtbetriebs einschneidende Veränderungen, genauso für die Bäuerinnen und Bauern... Das Schlachthofareal veränderte sich, der älteste Schlachthofbewohner – der eiserne Munikopf – verschwand eines Tages unter misteriösen Umständen, während auf dem Areal neues Gewerbe Einzug hielt...

Tausende von Schlachthof-Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden.

Diesen Sommer laden wir deshalb zum Ortsgespräche auf den Schlachthof: Gabriela Neuhaus, die Historikerin im Team der IG Schlachthof Kulturzentrum, hat eine Reihe von Gästen in die ehemalige Schlachthofkantine – dem Raum No1 – eingeladen, die allen Interessierten aus dem Fundus ihrer Schlachthof-Geschichten erzählen...

Den Auftakt machte am Mittwoch, 27. April um 17 Uhr Ueli Schärrer: Genau 50 Jahre sind es her, dass er – im Frühling 1972 – während einiger Wochen als Hilfskraft auf dem Schlachthof jobbte. Zu seinen Aufgaben gehörten etwa das Abladen von Tieren, die mit Lastwagen und auf Eisenbahnwagen angeliefert wurden, sowie Hilfsarbeiten in der Schlachthalle und bei der Freibank. Ein schwieriger Job – mit langen Arbeitstagen in einer blutigen Umgebung, wo es oft bestialisch gestunken habe: «Es gab zwei Schichten. Manche Bauern kamen schon um drei Uhr in der Früh – um 7 Uhr haben wir das Tor geöffnet und die Tiere reingelassen – und am andern Ende der Schlachtbahn kamen sie verwurstet wieder raus.»

Am liebsten arbeitete Ueli Schärrer in der Freibank-Metzgerei, wo Fleisch aus Notschlachtungen, das nicht für den freien Verkauf zugelassen, aber trotzdem noch essbar war, zu günstigen Preisen verkauft wurde. Dort habe auch seine Mutter regelmässig eingekauft, erinnert sich Ueli Schärrer: «Für viele arme Leute war es das Fleisch von der Freibank das einzige Fleisch, das sie sich leisten konnten.»

 

 


 

  

EINE HEISSE SPUR

Irgendwann ist er verschwunden. Niemand konnte genau sagen, wann und wie. Eines Tages sei er einfach nicht mehr da gewesen… Zurückgeblieben ist ein gewisses Bedauern über den Verlust, ein Verdacht und viele Mutmassungen – und eine Schwarzweissfotografie von Heini Stucki aus dem Jahr 1992, die uns bis heute glauben lässt, dass es ihn wirklich gegeben hat.

Anlässlich des Infotags auf dem Schlachthofareal im Mai 2021 haben wir ihn dann offiziell zur Fahndung ausgeschrieben. Mit Belohnung. Aktenzeichen Stierenkopf ungelöst. Worauf tatsächlich einige Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind – aus dem Raum Biel, aber alles Fehlanzeigen, wie sich bald herausstellte.

Wir hatten schon fast aufgegeben. Uns damit abgefunden, dass er für immer verschollen, ja möglicherweise ins Ausland verkauft worden ist, nach Indien ins Land der heiligen Kühe oder nach Spanien als Emblem einer Stierkampfarena. Oder gar eingeschmolzen, im Zuge der steigenden Metallpreise.  

Ein letzter Anlauf dann: Ende November haben wir das Fahndungsplakat noch einmal über die sozialen Medien verbreitet. Und siehe da: Erneut kamen Hinweise. Diesmal sehr konkrete aus Zürich, aus Bethlehem – wiederum nichts als Fake News.

Und dann, als wir alle Hoffnung fahren liessen, taucht plötzlich die wirklich heisse Spur auf – in Form eines Briefs:

Diese Zeilen unterscheiden sich fundamental von allen bisherigen Hinweisen. Für uns sind sie der Beweis: Er ist nicht für immer verschollen – im Gegenteil: Jetzt, wo die Chancen gut stehen, dass es für den Schlachthof wieder eine Zukunft gibt, war das Heimweh offenbar zu stark und der Untergetauchte könnte aus seinem Versteck zurückkehren!

Und noch etwas: Gutunterrichtete Quellen haben angedeutet, dass er seine Rückkehr schon sehr bald mit uns feiern will, dort, wo er früher zuhause war… Etwa als Überraschungsgast, anlässlich der Eröffnung von Raum 1?

Und siehe da: So war es! Am 18. Dezember, um 16.30 war es soweit: Der lange vermisste Stierenkopf wurde – in Anwesenheit einer bunten Gästeschar – enthüllt, seine Rückkehr freudig gefeiert. Der nächste Schritt soll dann im Früjhar 2022 stattfinden, wenn er in alter Frische wieder an seinem alten Platz zurückkehren wird...

 

 

 

 


 

  

MORD IM SCHLACHTHAUS

Wer nach alten Geschichten in und um den Bieler Schlachthof sucht, stösst im NZZ-Archiv auf eine Artikelserie über einen Mordfall aus dem Jahr 1962. Daraus lässt sich folgende Tragödie rekonstruieren:

In den frühen Morgenstunden des 4. August erschiesst der 35jährige Bieler Stadttierarzt Anton Schuler seine schlafende Ehefrau Maria aus nächster Nähe. Tatort: Seine Dienstwohnung im Verwaltungsgebäude des Schlachthofs an der Murtenstrasse 68. Nach dem Mord holt er einen Priester, der der Ermordeten die letzte Ölung verpasst, bringt ein paar Briefe auf die Post und stellt sich anschliessend der Polizei.

 

WEITERLESEN

 

 


 

 

Kurze Geschichte des Schlachthof-Kulturzentrums

 

ab 27. Oktober 2022: Ausstellung über den Schlachthof «Fleisch für Biel»

 

September 2022:  Grosses Jubiläumsfest «30 Jahre schlachtfrei!»

                              und

                              Filmuraufführung «Burger und Jacobi»

 

August 2022:  Der Schlachthof Biel wird als Ensemble unter DENKMALSCHUTZ gestellt.

Abbruch ist vom Tisch.

 

Juli 2022:  RETRO - Programm 07/22

 

Juni 2022:  RETRO Programm 06/22

 

Mai 2022:  RETRO - Programm 05/22

 

April 2022:  RETRO Programm 04/22

 

18. Dezember 2021:  Fest aus Anlass der Rückkehr des verschwundenen Schlachthofstiers und Eröffnung Espace №1 

 

30. November 2021:  Übergabe der Petition "Kulturplatz statt Parkplatz" an den Gemeinderat Biel

 

November 2021:  Unterzeichnung Mietvertrag "Raum/Espace nº 1"

 

September 2021: Unterzeichnung Mietvertrag "Parking nº 3"

 

Februar 2021: Gründung der IG Schlachthof-Kulturzentrum; Aufschaltung der Webseite www.schlachthof-kulturzentrum.ch