GESCHICHTE

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Shadow

 

  

EINE HEISSE SPUR

Irgendwann ist er verschwunden. Niemand konnte genau sagen, wann und wie. Eines Tages sei er einfach nicht mehr da gewesen… Zurückgeblieben ist ein gewisses Bedauern über den Verlust, ein Verdacht und viele Mutmassungen – und eine Schwarzweissfotografie von Heini Stucki aus dem Jahr 1992, die uns bis heute glauben lässt, dass es ihn wirklich gegeben hat.

Anlässlich des Infotags auf dem Schlachthofareal im Mai 2021 haben wir ihn dann offiziell zur Fahndung ausgeschrieben. Mit Belohnung. Aktenzeichen Stierenkopf ungelöst. Worauf tatsächlich einige Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind – aus dem Raum Biel, aber alles Fehlanzeigen, wie sich bald herausstellte.

Wir hatten schon fast aufgegeben. Uns damit abgefunden, dass er für immer verschollen, ja möglicherweise ins Ausland verkauft worden ist, nach Indien ins Land der heiligen Kühe oder nach Spanien als Emblem einer Stierkampfarena. Oder gar eingeschmolzen, im Zuge der steigenden Metallpreise.  

Ein letzter Anlauf dann: Ende November haben wir das Fahndungsplakat noch einmal über die sozialen Medien verbreitet. Und siehe da: Erneut kamen Hinweise. Diesmal sehr konkrete aus Zürich, aus Bethlehem – wiederum nichts als Fake News.

Und dann, als wir alle Hoffnung fahren liessen, taucht plötzlich die wirklich heisse Spur auf – in Form eines Briefs:

Diese Zeilen unterscheiden sich fundamental von allen bisherigen Hinweisen. Für uns sind sie der Beweis: Er ist nicht für immer verschollen – im Gegenteil: Jetzt, wo die Chancen gut stehen, dass es für den Schlachthof wieder eine Zukunft gibt, war das Heimweh offenbar zu stark und der Untergetauchte könnte aus seinem Versteck zurückkehren!

Und noch etwas: Gutunterrichtete Quellen haben angedeutet, dass er seine Rückkehr schon sehr bald mit uns feiern will, dort, wo er früher zuhause war… Etwa als Überraschungsgast, anlässlich der Eröffnung von Raum 1?

Und siehe da: So war es! Am 18. Dezember, um 16.30 war es soweit: Der lange vermisste Stierenkopf wurde – in Anwesenheit einer bunten Gästeschar – enthüllt, seine Rückkehr freudig gefeiert. Der nächste Schritt soll dann im Früjhar 2022 stattfinden, wenn er in alter Frische wieder an seinem alten Platz zurückkehren wird...

 

 

 

 


 

  

MORD IM SCHLACHTHAUS

Wer nach alten Geschichten in und um den Bieler Schlachthof sucht, stösst im NZZ-Archiv auf eine Artikelserie über einen Mordfall aus dem Jahr 1962. Daraus lässt sich folgende Tragödie rekonstruieren:

In den frühen Morgenstunden des 4. August erschiesst der 35jährige Bieler Stadttierarzt Anton Schuler seine schlafende Ehefrau Maria aus nächster Nähe. Tatort: Seine Dienstwohnung im Verwaltungsgebäude des Schlachthofs an der Murtenstrasse 68. Nach dem Mord holt er einen Priester, der der Ermordeten die letzte Ölung verpasst, bringt ein paar Briefe auf die Post und stellt sich anschliessend der Polizei.

 

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